kreuzwege kreuzen sich
brotschnecke bienenstich
unterwegs auf dem weg
ich springe jetzt
von diesem steg
besser gesagt:
ich bin gesprungen. vorher war ne lüge
ich bin ungezwungen, ich liebe flüge
fliegen
mit dir
durch die nacht
schnell und lieblich, hart und sacht
heiss und innig lieb und warm
brich mir die nase, brich mir den arm
lieb mich innig, wie du kannst
zeig mir immer, wie du tanzt
zieh dich aus
meine worte sind wahr
nimm mich jetzt
meine münze ist bar
trag mich hinaus
in die kalte nacht
dunkelheit, ungewissheit lacht
liebst du mich jetzt? im kornfeld ja?
und bist du am morgen auch immer noch da?
mit der ganzen liebe und herzlicher inbrunst?
gibst du mir rüge, gibst du mir kunst?
alles was ich will habe ich in dir gefunden
ich bin frei, ich bin ungebunden
ist mein parfum meine essenz?
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Dienstag, 1. Juni 2010
Freitag, 14. Mai 2010
ipodzigeuner.

manchmal ist es ein mensch, der für einem eine ganze welt ist.
und manchmal ist es nur eine hand voll dinge.
manchmal macht eine person ganz und gar aus, wer und was man ist
und manchmal definiert man sich nur durch ein handyhintergrundbild und ein paar songs auf dem ipod, der schwarz-silbern und zerkratzt ist. ein bisschen wie ich mich fühle. und trotz allen kratzern immer wieder aufladbar und 1000 fach abspielbar. bis zum umfallen. immer wieder mit gleich viel hingabe und leidenschaft.
mein leben ist das eines zigeuners. eines freiwilligen. immer neue stationen im leben, immer wieder aufwühlend und belebend. immer wieder neu. immer wieder muss ich mich zuerst zurechtfinden, mich einleben, schauen, ob mir dieses plätzchen gefällt und sonst gehts halt wieder weiter. die reise geht weiter. hab und gut wird zusamengepackt. alles was halt gerade wichtig ist, alles was mich im moment ausmacht und mein inneres äusserlich ergänzt. äpfel. musik. gabel.
wenn die welt da draussen so gross ist wie die in mir und meine reiselust, dann werde ich immer rastlos unterwegs sein. aber vielleicht nicht alleine.
es gibt keine unfälle. auch keine zufälle. keine fälle und keine fallen. es ist einfach das leben und ich nehme dankend an. nehme mit was mir gut tut und danke. ich verneige mich. mit allem respekt. mit aller liebe. mit einer dankbarkeit, wie sie tiefer nicht sein kann. auf wiedersehen. das leben geht weiter und ich ziehe mit.
Sonntag, 25. April 2010
namenlose worte
an andorrischen teichen, verbleichen möchte ich unter der brennenden sonne. erdursten an schnaps und wein. nach regen lechzen, wie ein kopfloses opfer einer sonnenanbeterin, der mich wegspühlt in ein neues leben. in dem ich als vollständiger mensch aufwache und diesmal besser darauf acht gebe, nicht immer meinen kopf und mein herz zu verlieren. was ist aber, wenn ich dies gern tue. weil es immer wieder so schön ist, verlohrengeglaubte dinge wieder zu finden. sitze da. an einen strohballen angelehnt und geniesse seine erdige umarmung. er ist einst jung und frisch aus dem boden geschossen, verändert worden und jetzt geniesst er mit mir, der das gleiche schicksal widerfahren ist, den blutroten sonnenuntergang.
Freitag, 23. April 2010
woher komm ich? wohin geh ich?

es ist -glaub ich- wichtig ziele zuhaben.
nicht für jeden. für mich doch. warum?
naja, ich möchte meine füsse ja schon irgendwie absichtlich voreinander setzen.
nicht unwiilkürlich irgendwohin gelangen.
verbrachte heute nacht viel zeit mit gedanken über "WO GEH ICH HIN?".
als meine eltern mich verdutzt ankuckten, als ich fragte, wo ich her komme, dachten sie wohl, dies sei die schwierigste frage überhaupt.
diese ansicht ist mitlerweilen überarbeitet und sie können froh sein, wenn ich mich nicht mit der gegenteiligen frage an sie wende.
aber an wen sonst? an mich selbst wohl?
ja aber ähm. ich bin noch zu wenig lang hier, um sowas zu wissen.
vielleicht brauch ich auch keine antwort.
ich konnte schliesslich auch 3 jahre leben, ohne zu wissen, woher ich komme.
wirre worte an einem wirren morgen. ich mag wirr. heute sogar morgen.
die sonne ist auf meiner seite und der freitag sowieso.
wünsch euch ein tolles wochenende und wo geht ihr hin?
oh was mir noch einfällt: daran muss ich arbeiten:D habe heute 5 minuten meines morgens verschwendet, idem ich mich nicht zwischen fenchel und kamillentee entscheiden konnte. ihr seht: ich liebe das dilemma. adieu <3
Mittwoch, 21. April 2010
jetzt
genau jetzt fällt mir auf: es sind die vögel, die mich glücklich machen. es ist ihr zwitschern. und es ist die halb kühle und nicht nicht kalte luft, die meinen schreibenden unterarm streift. es sind die vorbeifahrenden autos, die mir zeigen, dass alles in bewegung ist und jeder, der drin sitzt, ein ziel hat. es ist das licht, wie es ist, kurz bevor es schwindet, dann ist es am kräftigsten, weil es am meisten kraft braucht, um uns noch zu erhellen. ein kraftvoller moment trägt mir auf händen mein leben zurück. ich nehme dankend an.
Montag, 19. April 2010
jim queen zurück an bord, ai ai

freunde, manchmal ist das leben. ich weiss nicht.
herrlich. und neu. frühling und scheu.
verwirrend. sehr sogar. und das verwirrenste daran ist, zu entscheiden, ob man gefallen daran finden will oder nicht.
auf jeden fall hat mein leben sich eine generalüberholung gegönnt, ohne es vorher mit mir abzusprechen.
es gab wellen und die warfen mich umher, so dass ich keine chance hatte, auch nur einen finger auf die tastatur zu setzen. der sturm hat sich gelegt, oder ich hab ihn gebändigt.
wer weiss für wie lang und wer weiss, wie lange es geht, bis ich ihn vermissen werde?
auf jeden fall möchte ich an dieser stelle incubus zitieren:
"Whatever tomorrow brings, I'll be there
With open arms and open eyes yeah"
das ist eigentlich alles was ich dazu sagen möchte.
danke leben, für s aufräumen, ich hätte es nicht getan. danke leben, für die verwirrungen, auch die hätt ich nicht gesucht. und jetzt ist alles da. wie ein überraschungsgeschenk, dass einem überraschenderweise gefällt.
freunde, ich schreibe nun wieder. möglichst verständlich, ich geb mir mühe.
schön, wieder unter euch zu sein <3
seid geherzt.
jim queen
Dienstag, 30. März 2010
22:38 bahnhof wiedikon zürich
es ist spät und ich bin auf dem nachhauseweg. gutes essen mit guten freunden. an dieser stelle danke. da lief ich und überlegte mir, wie einfach ich doch jetzt verlohren gehen könnte. schwupps und weg. nur eine böse absicht eines einzigen bösen fremden würden diese wahnvorstellung realisieren.
und da gingen mir alle möglichen filmszenen in denen leute vergebens um ihr leben klagen durch den kopf. ich habe kinder, ich bin schwanger, meine liebste ist schwanger, etc. und ich überlegte mir, was ich sagen würde, und was mich untötlich machen würde. ich hatte mein selbst gebasteltes buch in den händen, unterm arm wie mein baby. das ist es auch. ein werk meines lebens. kein lebenswerk, aber ein lebensabschnittswerk, wenn es sowas gibt.
und ich kann mich nicht in die seele eines mörders hineinversetzen, aber ich glaube ich könnte niemanden töten, der mit all seiner liebe ein etwas so liebt und gestaltet, dass es dermassen sein eigen wird, als könnte es sein spiegelbild sein. ich würde von ihm ablassen, mit der tiefen rührung, dass es ein mensch ist, der sein leben mehr als lebt und alles was er berührt zu seinem ich selbst verwandelt. mit dieser rührung umkrallte ich mein buch, meinen rettungsring und treuen begleiter und ging weiter, sicheren fusses zum bahnhof, an dem ich jetzt sitze und auf meinen zug warte. da kommt er auch schon.
und da gingen mir alle möglichen filmszenen in denen leute vergebens um ihr leben klagen durch den kopf. ich habe kinder, ich bin schwanger, meine liebste ist schwanger, etc. und ich überlegte mir, was ich sagen würde, und was mich untötlich machen würde. ich hatte mein selbst gebasteltes buch in den händen, unterm arm wie mein baby. das ist es auch. ein werk meines lebens. kein lebenswerk, aber ein lebensabschnittswerk, wenn es sowas gibt.
und ich kann mich nicht in die seele eines mörders hineinversetzen, aber ich glaube ich könnte niemanden töten, der mit all seiner liebe ein etwas so liebt und gestaltet, dass es dermassen sein eigen wird, als könnte es sein spiegelbild sein. ich würde von ihm ablassen, mit der tiefen rührung, dass es ein mensch ist, der sein leben mehr als lebt und alles was er berührt zu seinem ich selbst verwandelt. mit dieser rührung umkrallte ich mein buch, meinen rettungsring und treuen begleiter und ging weiter, sicheren fusses zum bahnhof, an dem ich jetzt sitze und auf meinen zug warte. da kommt er auch schon.
Montag, 29. März 2010
wie es sich in diesem leben lebt
heute ist wieder frühling und er weckt in mir gefühle, die ich lieber nur in gesammelten bildern ausdrücken will.












Freitag, 26. März 2010
forrest gump wurde überholt
forrests mutter sagte: das leben ist wie eine schachtel pralinen. man weiss nie, was drinn ist.
falsch. es ist eine schatzkiste. man weiss nie, wann und wo man den schatz findet.
es ist freitag. kein gewöhnlicher.
er ist nass, kalt und sehr unsympatisch.
und obwohl er nicht so schön begonnen hat, wie andere tage in meinem leben, hab ich mich schnell (bis 12 uhr) wieder aufgerappelt und machte mich auf den weg. ein regenspaziergang, um den kopf frei zu kriegen, schien mir die richtige therapie für meine erschöpfte und verwirrte seele zu sein.
jeder schritt war ein schritt auf einer treppe, zurück in die höhe, in der sich meine stimmung normalerweise befindet. und ein schritt aus meinem kummer.
mit frisch sortierten gedanken und klaren zielen machte ich mich auf den rückweg, und stiess auf einen trümmerhaufen von ausrangiertem ladeninhalt. ich tippe auf einen einrichtungsladen der zu gemacht hat. inmitten im regen fand ich einen berg von zauberhaften dingen, die niemand mehr wollte. andächtig und durhnässt stand ich da und scannte den haufen. und da fand ich schätze, zwischen all dem müll (ich bin schon etwas wie brother sharp, findet ihr auch?), voll mit schmutz und getränkt von frishem regenwaser.
natürlich nahm ich dankend an und so machte ich mich auf den rückweg, schnell in die schule und alles waschen und trocknen.
in meiner schatzkiste befindet sich ein buch, gott weiss warum das weggegeben wurde... ich fischte es ganz unten raus, es ist wunderschön, nun etwas vom wasser gewellt aber gefüllt mit bunten bildern von bildern :D. des weiteren fand ich vorhangbördüren und plastikrosen.
glücklich trug ich meine fundstücke mit hier her, und jetzt sind sie frisch gewaschen und stecken in der heizung und überall :D unten ein paar fotos, die euch meine fundstücke zeigen.
seid geherzt, es ist wochenende und ich will nach hause, basteln gehn.
aber wir haben "schriften zeichnen" zum 100. mal. auch davon ein bild :D adieu.
und betet mit mir, dass heute mein buch da ist.










falsch. es ist eine schatzkiste. man weiss nie, wann und wo man den schatz findet.
es ist freitag. kein gewöhnlicher.
er ist nass, kalt und sehr unsympatisch.
und obwohl er nicht so schön begonnen hat, wie andere tage in meinem leben, hab ich mich schnell (bis 12 uhr) wieder aufgerappelt und machte mich auf den weg. ein regenspaziergang, um den kopf frei zu kriegen, schien mir die richtige therapie für meine erschöpfte und verwirrte seele zu sein.
jeder schritt war ein schritt auf einer treppe, zurück in die höhe, in der sich meine stimmung normalerweise befindet. und ein schritt aus meinem kummer.
mit frisch sortierten gedanken und klaren zielen machte ich mich auf den rückweg, und stiess auf einen trümmerhaufen von ausrangiertem ladeninhalt. ich tippe auf einen einrichtungsladen der zu gemacht hat. inmitten im regen fand ich einen berg von zauberhaften dingen, die niemand mehr wollte. andächtig und durhnässt stand ich da und scannte den haufen. und da fand ich schätze, zwischen all dem müll (ich bin schon etwas wie brother sharp, findet ihr auch?), voll mit schmutz und getränkt von frishem regenwaser.
natürlich nahm ich dankend an und so machte ich mich auf den rückweg, schnell in die schule und alles waschen und trocknen.
in meiner schatzkiste befindet sich ein buch, gott weiss warum das weggegeben wurde... ich fischte es ganz unten raus, es ist wunderschön, nun etwas vom wasser gewellt aber gefüllt mit bunten bildern von bildern :D. des weiteren fand ich vorhangbördüren und plastikrosen.
glücklich trug ich meine fundstücke mit hier her, und jetzt sind sie frisch gewaschen und stecken in der heizung und überall :D unten ein paar fotos, die euch meine fundstücke zeigen.
seid geherzt, es ist wochenende und ich will nach hause, basteln gehn.
aber wir haben "schriften zeichnen" zum 100. mal. auch davon ein bild :D adieu.
und betet mit mir, dass heute mein buch da ist.










Mittwoch, 24. März 2010
ich hab es getan
ich bin verfallen, das weiss nun die ganze bloglandschaft hier. aber ich verfalle immer mehr. wie ein mädchen, dass in einen ziehbrunnen fällt. nur mit dem unterschied, dass ich es geniesse.
ich hab es getan, ich hab es bestellt. MASTERING THE ART OF FRENCH COOKING. in den nächsten tagen in meinem breifkasten. ich kann es mir absolut nicht leisten, aber es ist mir scheissegal. ich muss es haben. ich habe es mir so sehr gewünscht. seit monaten.
und da, in meinem posteingang, unter 100 spammails, schon beinahe gelöscht, ein gutschein für eine onlinebestellung. 10 franken, immerhin. da packte ich die gelegenheit beim schopf und tat es. einfach so. ohne nachzudenken. ohne abzuwägen. ich nehme alles in kauf. scheissegal.
anfangs wollte ich es bei amazon bestellen, aber wer liefert schon in die schweiz?
und ich wollte ein altes gebrauchtes.
aber jetzt gibts halt ein neues.
ich darf es als erste beschmutzen. boef bourginion kochen und verdunstenden zischenden rotwein auf die seiten spritzen. freue mich über jedes ei, dass versehentlich ins buch fällt, so dass es nach einer zeit schon richtig nach gebraucht aussieht und nach erfahrung riecht.
wahrsheinlich wird dieser prachtsschunken auch mit bildern und hübschem einband verziehrt, so dass es am schluss alles andere als ein neues 08/15 buch ist. ich freue mich. warte ungeduldig. bitte komm noch diese woche, biite :D




ich hab es getan, ich hab es bestellt. MASTERING THE ART OF FRENCH COOKING. in den nächsten tagen in meinem breifkasten. ich kann es mir absolut nicht leisten, aber es ist mir scheissegal. ich muss es haben. ich habe es mir so sehr gewünscht. seit monaten.
und da, in meinem posteingang, unter 100 spammails, schon beinahe gelöscht, ein gutschein für eine onlinebestellung. 10 franken, immerhin. da packte ich die gelegenheit beim schopf und tat es. einfach so. ohne nachzudenken. ohne abzuwägen. ich nehme alles in kauf. scheissegal.
anfangs wollte ich es bei amazon bestellen, aber wer liefert schon in die schweiz?
und ich wollte ein altes gebrauchtes.
aber jetzt gibts halt ein neues.
ich darf es als erste beschmutzen. boef bourginion kochen und verdunstenden zischenden rotwein auf die seiten spritzen. freue mich über jedes ei, dass versehentlich ins buch fällt, so dass es nach einer zeit schon richtig nach gebraucht aussieht und nach erfahrung riecht.
wahrsheinlich wird dieser prachtsschunken auch mit bildern und hübschem einband verziehrt, so dass es am schluss alles andere als ein neues 08/15 buch ist. ich freue mich. warte ungeduldig. bitte komm noch diese woche, biite :D




Mittwoch, 17. März 2010
tiger, du blöder morgenterrorist!
so und nun noch, um einen wunderbaren abend abzurunden: eine wunderbare geschichte von einem morgen im kleinen verträumten horgen downtown.
wie gesagt, es war morgen. ein normaler, etwas hektischer, herrlich chaotischer lieblicher morgen in unserer überbeheizten herzigen kleinen 3zimmerwohnung.
schatz schon aus dem haus, ich allein allein mit den kleinen. klingt vielleicht niedlich, ist aber nicht so. training beendet, wimperntusche sitzt, karotten abgepackt und buch unterm arm will ich schon "tschau, ihr rabauken!" rufen, da hör ich ein rumpeln. oben. in meinem zimmer. "oh gott" denkt mein hirn halb geschockt, halb genervt mit dem folgegedanken: "tschüss bus, wir sehn uns ein andermal." mein mütterlicher instinkt lässt mich die treppe hoch hechten, gott weiss, was passiert ist!?! vor meinem geistigen auge ein flacher selbstschulder tiger, der seine letzten atemzüge unter meiner 30 kilo bücherkiste macht. betend und fluchend (darf man das eigentlich kombinieren?) eile ich den in diesem moment ach so langen weg und schreie nach den kleinen affen. suche wild, wahrscheinlich schielend, um schneller zu sein, den boden ab und ich find nix. keine kätzchen. nur ein riesiger haufen runtergefallener kisten liegt vor mir. nehme mir einen moment zeit um zu atmen. ich brauch ja schliesslich luft um "nein" zu schreien und schicke einen hilfesuchenden blick in den himmel / an die decke meines zimmers. da. hoch oben. in der luft. über meinem bett. in meinem fischernetz, dass über dem bett hängt (zur deko und schlecht befestigt) liegt ein entspannter königlicher rotztiger und gähnt mich a la "was machsch duuu für stress um die ziit?!?" an und ich weiss nicht, ob ich weinen, lachen oder einfach nur elendig schimpfen soll. naja. so wütend war ich nicht, hab schliesslich noch n bild gemacht um euch das zu zeigen. tiger rausgeworfen, runtergerannt "tschüss ihr elendigen terroristen!" gerufen und tatsächlich noch den bus erwischt. so tag, jetzt kannst du kommen. gute nacht ihr lieben, wir lesen uns morgen wieder :D
wie gesagt, es war morgen. ein normaler, etwas hektischer, herrlich chaotischer lieblicher morgen in unserer überbeheizten herzigen kleinen 3zimmerwohnung.
schatz schon aus dem haus, ich allein allein mit den kleinen. klingt vielleicht niedlich, ist aber nicht so. training beendet, wimperntusche sitzt, karotten abgepackt und buch unterm arm will ich schon "tschau, ihr rabauken!" rufen, da hör ich ein rumpeln. oben. in meinem zimmer. "oh gott" denkt mein hirn halb geschockt, halb genervt mit dem folgegedanken: "tschüss bus, wir sehn uns ein andermal." mein mütterlicher instinkt lässt mich die treppe hoch hechten, gott weiss, was passiert ist!?! vor meinem geistigen auge ein flacher selbstschulder tiger, der seine letzten atemzüge unter meiner 30 kilo bücherkiste macht. betend und fluchend (darf man das eigentlich kombinieren?) eile ich den in diesem moment ach so langen weg und schreie nach den kleinen affen. suche wild, wahrscheinlich schielend, um schneller zu sein, den boden ab und ich find nix. keine kätzchen. nur ein riesiger haufen runtergefallener kisten liegt vor mir. nehme mir einen moment zeit um zu atmen. ich brauch ja schliesslich luft um "nein" zu schreien und schicke einen hilfesuchenden blick in den himmel / an die decke meines zimmers. da. hoch oben. in der luft. über meinem bett. in meinem fischernetz, dass über dem bett hängt (zur deko und schlecht befestigt) liegt ein entspannter königlicher rotztiger und gähnt mich a la "was machsch duuu für stress um die ziit?!?" an und ich weiss nicht, ob ich weinen, lachen oder einfach nur elendig schimpfen soll. naja. so wütend war ich nicht, hab schliesslich noch n bild gemacht um euch das zu zeigen. tiger rausgeworfen, runtergerannt "tschüss ihr elendigen terroristen!" gerufen und tatsächlich noch den bus erwischt. so tag, jetzt kannst du kommen. gute nacht ihr lieben, wir lesen uns morgen wieder :D
Donnerstag, 11. März 2010
ich möchte rausbrechen wie ein brotkrümel, auf einer weichen zunge landen und mich vollsaugen bis ich voll und warm bin. einen altrosanen rachen hinunter gleiten und überlegen, ob es ein fehler war, während ich weiss, dass es zu spät zum überlegen ist. mein schicksal akzeptieren und es geniessen, weil ich mir bewusst werde, dass es sowieso ist wie es ist. verschling mich und ich werde dein sein. meist widerstandlos.
Mittwoch, 3. März 2010
einmal mit dem stabmixer über den alltag, bitte.

gedanken vom montag abend, am bahnhof auf meine liebste wartend.
wollen wir vor dem alltag nur fliehen, weil er so einen schlechten ruf hat?
überall wird mit alltagsflucht geworben. ob beim frisör, dem wellnesprospekt oder gar dem eben eröffneten mc caffee. (wow welch schalldichte welt uns da erwarten wird)
ist es nicht logish, das wir ihm entfliehen wollen, wenn wir ihn in so ein schlechtes licht rücken? ist es nicht eine spezialität von uns menschlichen kreaturen, etwas wunderbares zu etwas schlechtem zu drehen, um nacher darüber abzulästern?
langweile ist unser antrieb.
aber, ganz ehrlich und völlig parteilos betrachtet: ist der alltag nicht auch eine wunderbare stütze beim gang durch das tägliche leben? eine sicherheit, regelmässigkeit, die uns im takt der zeit hält, in der wir leben wollen? geborgenheit? im rhytmus zuhause zu sein?
heute morgen fertig gedacht und darum erst jetzt gepostet:
ich versuche ab heute den alltag wieder zu mögen, schliesslich hab ICH ihn mir ja selber erschaffen. das ist, als würde man kinder machen und sie dann scheisse finden :D geht's noch blöder?
alltag, ab heute liebe ich dich wieder, entfliehe dir nur noch, wenn du dich wirklich äusserst scheisse benimmst. und wenn du mir nicht mehr passt, gestalte ich dich einfach wieder um. mir wurde nämlich gerade bewusst, dass nichts in stein gemeisselt ist, ich kann morgen schon aufwachen und einfach anders sein. mit anderen vorzügen und vorlieben, ich kann einfach meine lieblingsbücher ändern oder die busstation, bei der ich aussteige. meine lieblingsfrüchte oder musik.
meine einstellung und meine art. vielleicht möchte ich eine neue mache, dafür eine ausgelutschte ablegen :-)
also to do list:
- neue bücher
- neue früchte
- neue macke
- attraktivere busstation
- und eventuell eine cd nur nach dem cover aussuchen und sie dann meine neue lieblingsmusik nennen.
- neues lebensgefühl her und der alltag ist wieder sexy und knackig.
kanns jetzt bitte losgehn?
tiefe böse im hinterkopf sagt:
"NEIN, LEA, JETZT HAST DU ERST MAL ALLGEMEINBILDUNG BIS 12 UHR!"
und die liebe ich ab jetzt :-) darum: lap top zu. tschüss.
Dienstag, 14. Juli 2009
sehr geehrte öv benutzerInnen
sicherlich ist ihnen nicht entgangen, dass wir nun sommer haben.
hochsommer, um es genäuer zu definieren.
und was für einer. kein lausiger, kalter, nein.
einer mit sonne und all dem sommerkram, der halt dazu gehört.
sonne...
hitze...
schweiss...
sie wissen bestimmt schon, worauf ich hinaus will...
soll ich es trotzdem noch sagen, oder gehen sie unaufgefordert ein deodorant kaufen?
ich weiss, sie selbst riechen das nicht.
niemand riecht es, wenn er stinkt.
aber ich rieche es.
nein ich rieche es nicht nur.
ich schmecke es auch.
ich bin eigentlich mit meiner körpergrösse ganz zufrieden.
ja wirklich.
es hat viele vorteile, klein zu sein.
zum beispiel, dass man später nass wird wenns regnet.
nicht aber, wenn jemand achselschweiss hat.
dann wird mal als erster nass.
und zwar ganz alleine.
während sie da oben in der hitze brüten, bin ich hier unten, 2 köpfe weiter, sehen sie selbst nach. (die mit dem gesicht in ihren unrasierten achselhaaren "nei macht nüüt-scho guet") und sauge all ihre überflüssigen flüssigkeiten auf, als wäre ich spongebob höchst persönlich.
oh es tut ihnen leid?
ja... hoffentlich, himmelarsch.
dann kommt noch der brisante fahrstil des buschaffeurs dazu, der mein gesicht schön schwungvoll von einer nassen höhle in die andere klatscht.
danke.
ich fühle mich wie tarzan ohne liane, in einem jungel, der etwas tropischer ist als der offizielle.
ja, ich sehe da schon ein paar lianen.
oben.
weit oben.
da wo wir alle, die kleiner als 1.60 m sind nicht hinkommen.
nicht mal wenn ich auf die zehenspitzen stehen würde.
ich müsste schon auf einen sitz stehen um eine halteschlaufe fischen zu können.
aber da käme dann wieder das problem mit den füssen auf dem sitz, was wiederum ja auch verboten ist.
ja mammi, "es isch ja so lässig und entspannend mitem GA"
würde ich auch denken, wenn ich es zu einer normalwüchsigen körpergröse geschafft hätte.
unter diesen umständen, müsste man erheblichen rabatt auf das GA erhalten.
wenn ein kleidungssück im laden beschmutzt ist, erhalte ich es ja schliesslich auch vergünstigt.
wenn ein kleidungsstück aber so aussehen würde, wie iich, nach einer busfahrt im hochsommer, würde man es gratis erhalten, oder man würde bezahlt, damit man es mitnimmt.
im dem sinne.
wünsche ich allen ainen gut aromatisierten und möglichst trockenen sommer.
ich hoffe, mein blog wird nicht nur von gepflegten leuten gelesen, sonst war dieser post ein ziemlicher schuss in den ofen.
dieser post wurde gesponsert von AXE VICE
hochsommer, um es genäuer zu definieren.
und was für einer. kein lausiger, kalter, nein.
einer mit sonne und all dem sommerkram, der halt dazu gehört.
sonne...
hitze...
schweiss...
sie wissen bestimmt schon, worauf ich hinaus will...
soll ich es trotzdem noch sagen, oder gehen sie unaufgefordert ein deodorant kaufen?
ich weiss, sie selbst riechen das nicht.
niemand riecht es, wenn er stinkt.
aber ich rieche es.
nein ich rieche es nicht nur.
ich schmecke es auch.
ich bin eigentlich mit meiner körpergrösse ganz zufrieden.
ja wirklich.
es hat viele vorteile, klein zu sein.
zum beispiel, dass man später nass wird wenns regnet.
nicht aber, wenn jemand achselschweiss hat.
dann wird mal als erster nass.
und zwar ganz alleine.
während sie da oben in der hitze brüten, bin ich hier unten, 2 köpfe weiter, sehen sie selbst nach. (die mit dem gesicht in ihren unrasierten achselhaaren "nei macht nüüt-scho guet") und sauge all ihre überflüssigen flüssigkeiten auf, als wäre ich spongebob höchst persönlich.
oh es tut ihnen leid?
ja... hoffentlich, himmelarsch.
dann kommt noch der brisante fahrstil des buschaffeurs dazu, der mein gesicht schön schwungvoll von einer nassen höhle in die andere klatscht.
danke.
ich fühle mich wie tarzan ohne liane, in einem jungel, der etwas tropischer ist als der offizielle.
ja, ich sehe da schon ein paar lianen.
oben.
weit oben.
da wo wir alle, die kleiner als 1.60 m sind nicht hinkommen.
nicht mal wenn ich auf die zehenspitzen stehen würde.
ich müsste schon auf einen sitz stehen um eine halteschlaufe fischen zu können.
aber da käme dann wieder das problem mit den füssen auf dem sitz, was wiederum ja auch verboten ist.
ja mammi, "es isch ja so lässig und entspannend mitem GA"
würde ich auch denken, wenn ich es zu einer normalwüchsigen körpergröse geschafft hätte.
unter diesen umständen, müsste man erheblichen rabatt auf das GA erhalten.
wenn ein kleidungssück im laden beschmutzt ist, erhalte ich es ja schliesslich auch vergünstigt.
wenn ein kleidungsstück aber so aussehen würde, wie iich, nach einer busfahrt im hochsommer, würde man es gratis erhalten, oder man würde bezahlt, damit man es mitnimmt.
im dem sinne.
wünsche ich allen ainen gut aromatisierten und möglichst trockenen sommer.
ich hoffe, mein blog wird nicht nur von gepflegten leuten gelesen, sonst war dieser post ein ziemlicher schuss in den ofen.
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Dienstag, 7. Juli 2009

kleine süsse trockenmaus
ich beleb dich wieder
kleine süsse trockenmaus
hör ständig deine lieder
immer wieder und wieder
putzt du dein gefieder
und mir wär es lieber
du kämst erst gar nicht wieder
doch jedes mal wenn du vor meiner türe stehst
mit teer in deinen federn
seh ich, welchen weg du gehst,
wie du und das leben hedern
dann will ich nur meine arme öffnen, und dich zuhaus empfangen
in deine kleinen gelben augen sehn, dein schmerz ist nun vergangen
ich bin da und geb auf dich acht
ich bin es, der über deinen schlafe wacht
am bettrand sitzt und sieht wie deine kleine lunge pumpt
dich zudeckt und dein schlaflied summt
dir deine lieblingsbeeren zum frühstück bringt
und dich lebenslustig stimmt
helf dir, deine federn zu putzen
helf die deine krallen stutzen
grau mit indigogem schimmer
leuchtet deine aura durch das zimmer
ein füsschen strampelt, du rennst im traum
ich weck dich auf du merkst es kaum
kuschelst dich in meinen schoss
bleib bei mir, ich zieh dich gross
und morgen wenn du ausgeschlafen bist
putzen wir zusammen dein gefieder.
Sonntag, 5. Juli 2009
MEINE FRESSE!!!
soeben habe ich den letzten beitrag veröffentlicht.
habe mir noch ein paar gedanken gemacht, ob vielleicht der eine oder andere diesen post als blasphemie betrachtet und mich auf den scheiterhaufen werfen will.
ja scheiterhaufen... von mir aus!
solange ihr nicht das holz von meinem neuen baumhaus nehmt!!!
nach dem ich vorhin den kleinen button "post veröffentlichen" drückte, erschien ein fenster.
und es war nicht irgend ein fenster.
es war dieses fenster:

isn't it magic???
boooah gänsehaut ist angesagt.
soll ich das jetzt anklicken???
das ist mir zu spukig, ich mach den laptop zu und falte meine hände wieder (die immernoch patschig sind, fällt mir gerade auf) und bete wie ich es vor 20 jahren von oma gelernt habe :-)
habe mir noch ein paar gedanken gemacht, ob vielleicht der eine oder andere diesen post als blasphemie betrachtet und mich auf den scheiterhaufen werfen will.
ja scheiterhaufen... von mir aus!
solange ihr nicht das holz von meinem neuen baumhaus nehmt!!!
nach dem ich vorhin den kleinen button "post veröffentlichen" drückte, erschien ein fenster.
und es war nicht irgend ein fenster.
es war dieses fenster:

isn't it magic???
boooah gänsehaut ist angesagt.
soll ich das jetzt anklicken???
das ist mir zu spukig, ich mach den laptop zu und falte meine hände wieder (die immernoch patschig sind, fällt mir gerade auf) und bete wie ich es vor 20 jahren von oma gelernt habe :-)
Mittwoch, 1. Juli 2009
liebe meine sonnenbrille
heute habe ich meine lieblingssonnenbrille auf.
die ist herrlich.
mit der kann man so wunderbar im bus sitzen und leute beobachten.
ganz unbemerkt natürlich.
denn sie ist super-brutal-krass-extra-2-fach verspiegelt.
das ist beinahe wie eine unsichtbarkeitsmaske.
darum liebe ich sie auch so. verständlich oder?
denn was gibt es interessanteres, als die vielen verschienenen individuen zu begutachten?
ein bisschen jury spielen und bewerten. auswerten und abwerten.
hemmungslos bewundern, anstarren oder auch auslachen.
wohlverstanden nur mit den augen.
sowas lernt man mit der zeit 100% innerlich abzuwickeln.
ein augenschmaus, eine inspirationsquelle, ein "mach's lieber nöd so"-beispiel, oder was auch immer, ziehe ich mir aus jedem einzelnen.
ja.
wie gesagt.
göttlich.
doch heute ist etwas anders.
ich weiss nicht was.
die blicke kommen zurück wie neongrüne boomerangs...
ich wundere mich aber ja. egal.
muss zufall sein.
schwelge in erinnerungen und gehe den gestrigen tag nochmals durch.
er war wundervoll.
da komme ich bei der morgendlichen umarmung mit julia an.
eine schwarze wolke geht über mir auf.
ohrenbetäubendes herzrasen.
da ist sie wieder.
dir erinnerung, die mich vorher nicht aus 1 und 1 2 erhalten liess...
die brille ging kaputt.
bei der umarmung mit julia.
ich habe sie gestern in den müll geworfen. (brille, nicht julia)
nun...was trage ich denn auf meiner nase????
heute trage ich eine stinknormale, beinahe durchsichtige 08/15 sonnenbrille.
ich bin nicht unsichtbar heute.
liebe schwarze wolke über mir,
bitte verschling mich.
die ist herrlich.
mit der kann man so wunderbar im bus sitzen und leute beobachten.
ganz unbemerkt natürlich.
denn sie ist super-brutal-krass-extra-2-fach verspiegelt.
das ist beinahe wie eine unsichtbarkeitsmaske.
darum liebe ich sie auch so. verständlich oder?
denn was gibt es interessanteres, als die vielen verschienenen individuen zu begutachten?
ein bisschen jury spielen und bewerten. auswerten und abwerten.
hemmungslos bewundern, anstarren oder auch auslachen.
wohlverstanden nur mit den augen.
sowas lernt man mit der zeit 100% innerlich abzuwickeln.
ein augenschmaus, eine inspirationsquelle, ein "mach's lieber nöd so"-beispiel, oder was auch immer, ziehe ich mir aus jedem einzelnen.
ja.
wie gesagt.
göttlich.
doch heute ist etwas anders.
ich weiss nicht was.
die blicke kommen zurück wie neongrüne boomerangs...
ich wundere mich aber ja. egal.
muss zufall sein.
schwelge in erinnerungen und gehe den gestrigen tag nochmals durch.
er war wundervoll.
da komme ich bei der morgendlichen umarmung mit julia an.
eine schwarze wolke geht über mir auf.
ohrenbetäubendes herzrasen.
da ist sie wieder.
dir erinnerung, die mich vorher nicht aus 1 und 1 2 erhalten liess...
die brille ging kaputt.
bei der umarmung mit julia.
ich habe sie gestern in den müll geworfen. (brille, nicht julia)
nun...was trage ich denn auf meiner nase????
heute trage ich eine stinknormale, beinahe durchsichtige 08/15 sonnenbrille.
ich bin nicht unsichtbar heute.
liebe schwarze wolke über mir,
bitte verschling mich.
erwachsen.
schnell laufe ich die treppe hinunter.
freue mich so sehr, paul endlich wieder zu treffen.
beinahe ein jahr haben wir uns nicht gesehen.
er ist mein mentor, mein zweit-papi.
in gedanken gehe ich schon unseren begrüssungs-dialog durch.
höre, wie er sagt "wow, du hast dich aber gemacht, so erwachsen bist du geworden"
sehe mich stolz grinsen und bin froh, ein bisschen von meinem chaotismus abgelegt zu haben.
möchte während dem runterlaufen schnell meinen laptop richten, der mir durch die tasche in die rippen drückt und stürze die tasche um 180°.
meine gedanken nach wie vor bei paul.
und während ich mir schon die noch unausgesprochenen komplimente auf der seele zergehen lasse rumpelt es im treppenhaus.
nein, ich bin es nicht.
viel schlimmer.
mein makeup-puder, das beim letzten sturz schon zerbröselte, zerfällt nun ganz zu staub und alle andern schmink-utensilien folgen ihm euphorisch.
ich schaue ihnen noch hinterher, während ich meinen laptop gekonnt auffange und vor meinem inneren auge sehe, wie die komplimente wie seifenblasen zerplatzen.
vielleicht warte ich noch ein jahr mit erwachsen werden und bin erstmal stolz, dass ich meinen laptop, und somit mich selbst und mein ganzes drumherum/leben gerettet habe.
sonnenbrille auf und raus aus dem haus, als wäre nie etwas geschehen.
freue mich so sehr, paul endlich wieder zu treffen.
beinahe ein jahr haben wir uns nicht gesehen.
er ist mein mentor, mein zweit-papi.
in gedanken gehe ich schon unseren begrüssungs-dialog durch.
höre, wie er sagt "wow, du hast dich aber gemacht, so erwachsen bist du geworden"
sehe mich stolz grinsen und bin froh, ein bisschen von meinem chaotismus abgelegt zu haben.
möchte während dem runterlaufen schnell meinen laptop richten, der mir durch die tasche in die rippen drückt und stürze die tasche um 180°.
meine gedanken nach wie vor bei paul.
und während ich mir schon die noch unausgesprochenen komplimente auf der seele zergehen lasse rumpelt es im treppenhaus.
nein, ich bin es nicht.
viel schlimmer.
mein makeup-puder, das beim letzten sturz schon zerbröselte, zerfällt nun ganz zu staub und alle andern schmink-utensilien folgen ihm euphorisch.
ich schaue ihnen noch hinterher, während ich meinen laptop gekonnt auffange und vor meinem inneren auge sehe, wie die komplimente wie seifenblasen zerplatzen.
vielleicht warte ich noch ein jahr mit erwachsen werden und bin erstmal stolz, dass ich meinen laptop, und somit mich selbst und mein ganzes drumherum/leben gerettet habe.
sonnenbrille auf und raus aus dem haus, als wäre nie etwas geschehen.
LIEBESERKLÄRUNG
wann immer du gehst
nimm mich mit
in deinem kleinen blauen cabrio
nimm mich mit und fahr mit mir durch die mohnblumenfelder
nimm mich mit und lass uns edit piaf hören
lass und lautstark mitsingen während wir uns dem horizont nähern
um ein für alle mal mit ihm zu verschmelzen.
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